Das Nationalteam

Österreich – Schweden & Rückblick auf den 1. Spieltag

Das war nun der Auftakt zur EM-Qualifikation 2016 in Wien. Leider wurde es nicht der erhoffte Sieg gegen den weniger harten Brocken Schweden und wieder war es Zlatan Ibrahimovic der einen gehörigen Anteil daran hatte.

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Zlatan Ibrahimovic sichtlich unzufrieden. AUT – SWE 08.09.2014 Quelle: Selbsterstellt

Die Hoffnung war vor dem Ankick sehr groß, dass man gegen Schweden wie schon in der vergangenen Qualifikation einen Sieg einfährt in Wien. Er wäre auch dringend notwendig, da die Gegner Russland und Montenegro ebenso wie Schweden auf klassische Umfaller angewiesen sind um im Rennen für die begehrten Tickets ein Wörtchen mitreden zu können.

Das Wetter war natürlich perfekt und einem Fussballfest stand sozusagen nichts und niemand im Wege. Außer womöglich ein gewisser 195cm großer Mann mit schwedischem Pass und bosnischen Wurzeln.

Überall tummelten sich Menschen mit ihren Österreich-Dressen, aber auch die Schweden war sehr zahlreich vertreten und zeigten sich von ihrer charmanten Seite. So wünschten mehrere Gruppen von Schweden vor dem Match unserem Team „Good Luck“.

In der 7. Minute war besagtes Glück auf unsere Seite und nach einem Handspiel verwertete David Alaba den wichtigen schnellen Treffer zur Führung. Doch nur fünf Minuten später kam die Antwort der Schweden. Ein verlorenes Kopfballduell gegen Ibrahimovic wurde durch einen  lausigen Abwehrversuch gegen Zengin mit einem Tor für die Schweden belohnt.

Im Verlauf des Spieles war Schweden immer mehr bedacht dieses Resultat zu verwalten und nur wenige Bälle fanden in den Strafraum der Österreicher. Auf der Gegenseite kam man immer wieder an den Strafraum heran, doch fehlte es an Entschlossenheit den Ball unterbringen zu wollen oder Verantwortung für einen Gewaltschuss aus der zweiten Reihe zu übernehmen. David Alaba gab alles am Platz und versuchte das Spiel stets nach vorne zu tragen. Doch gegen Edelverteidiger Ibrahimovic, der brav bei jedem Eckball in der Nähe vom Fünfer ein Kopfballduell suchte und meist gewann, gab es kein weiteres Mal ein Happy End. So blieb es beim Unentschieden und Österreich versinkt beinahe wieder in die große Depression, obwohl erst ein Spiel absolviert ist.

Ibrahimovic hat sich als clever und zentrale Figur der Schweden entpuppt, wäre er nicht dabei gewesen, würde Österreich nun wohl jetzt bereits von der EM in Frankreich träumen. So sind unsere Acht Millionen Teamchefs mit der Analyse und der Suche nach Schuldigen beschäftigt.  Sein Foul gegen David Alaba hätte natürlich bestraft werden müssen und der Superstar genoss vermutlich wirklich einen Bonus beim Schiedsrichter. Die Kritik wurde vor allem nach seinen ironischen Wortmeldungen zu diesem Vorfall sehr laut. Dennoch muss man einfach zuerst auf sich selbst achten und kann dann mit Kritik argumentieren.

Das große Plus am gestrigen Abend waren die Fans. Die Stimmung war über 90 Minuten sehr gut und macht Lust auf mehr. Hoffentlich können die Spieler beim nächsten Mal mit ihrem 12. Mann im Rücken einen Sieg herausholen.

Eine Auswahl von Bildern aus Wien:

Die übrigen Paarungen endeten mit den erwarteten Siegen für die Favoriten und die nächste Aufgaben kommen bereits in einem Monat. Am 9. Oktober folgt das wichtige Auswärtsmatch gegen Moldawien und auch das Duell gegen Montenegro am 12. Oktober in Wien ist äußerst wichtig. Nach diesen Spielen muss Österreich 7 Punkte am Konto haben, wie ist unwichtig. Sonst wird die EM Qualifikation bestimmt nicht leichter. Bis dahin sollte sich der Teamchef darüber Gedanken machen, ob Marc Janko wirklich die richtige Wahl ist.  Ein Knipser wie Jonatan Soriano steht zwar nicht als Alternative zur Verfügung. Beim zweitgeborenen Klub aus Graz ist jedoch ein gewisser Herr Djuricin bestimmt eine Alternative. Man muss nicht in der U21 zwingend auflaufen, nur weil es das Geburtsdatum ermöglicht. In Deutschland sind auch immer wieder jüngere Kandidaten im Kader von Jogi Löw. Andreas Weimann oder Louis Schaub wären natürlich ebenso ernstzunehmende Alternativen für den Teamkader wie es auch Marcel Sabitzer oder Andreas Ivanschitz wären, wobei Letzterer womöglich auch die notwendige Portion Mut mitbringen könnte, um auf das gegnerische Tor zu schießen.*

Tabelle EM-Qualifikation, Gruppe G

Platz Mannschaft Spiele S U N Tore Diff Pkt
1. Russland 1 1 0 0 4:0 4 3
2. Montenegro 1 1 0 0 2:0 2 3
3. Österreich 1 0 1 0 1:1 0 1
3. Schweden 1 0 1 0 1:1 0 1
5. Moldawien 1 0 0 1 0:2 -2 0
6. Liechtenstein 1 0 0 1 0:4 -4 0

 

Datum Zeit Heim Gast Ergebnis
Mo., 08.09.2014 18:00 Russland Liechtenstein 4:0 (1:0)
Mo., 08.09.2014 20:45 Österreich Schweden 1:1 (1:1)
Mo., 08.09.2014 20:45 Montenegro Moldawien 2:0 (1:0)

 

Wie sind eure Meinungen zum Spiel und wie würdet ihr gegen Moldawien und Montenegro aufstellen? Eure Kommentare sind erwünscht, schreibt einfach auf meiner Facebookseite unter den Link eure Meinung.

*) Analyse von Chefanalytiker Thomas Lepold kurz nach dem Schlusspfiff beim Spaziergang zur Tiefgarage Donaumarina.